Mit Smart-Mobility gegen Parkplatzprobleme und Suchverkehr

Standpunkt in der Luzerner Rundschau vom 12. Oktober 2018

Staus, fehlende Parkplätze, überfüllte Verkehrsmittel und keine Lösungen in Sicht. So sieht die Verkehrssituation in Luzern aus. Mit den herkömmlichen Mitteln ohne neue Infrastruktur ist diesem Problem nicht beizukommen. Man muss sich von den herkömmlichen Vorstellungen lösen und vermehrt zukunftweisende Technologien ins Blickfeld rücken. Smart Mobility heisst das neue Zauberwort, das in vielen Städten dabei ist, Fuss zu fassen. Die innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen es, bestehende Verkehrsinfrastrukturen optimal zu nutzen und zu verbessern.

Bereits vor gut eineinhalb Jahren hat die FDP im Stadtparlament diesbezüglich einen Vorstoss eingereicht. Dort ging es darum, das knappe Gut Parkplätze in dicht besiedelten Gebieten optimal zu bewirtschaften. Eine Möglichkeit, die Ressource Parkplatz effizienter zu nutzen, bietet das System einer „Parkplatzbörse“. Dabei können gemietete Parkplätze in Zeiten, in welchen diese leer stehen, über eine Vermittlungsplattform („Smart Parking App“) untervermietet werden. Dank neuer technischer Möglichkeiten lässt sich Belegungssituation von Parkplätzen in Echtzeit erfassen und an Parkplatzsuchende weitergeben.

Vor einem Jahr folgte dann der Vorschlag an den Stadtrat, auch bei der Vermietung von Velos auf das Smartphone zu setzen. Auf einer App würde der Nutzer sehen, wo das nächste freie Velo steht.

In einem kürzlich eingereichten Vorstoss regte die FDP an, anstelle von konventionellen Veloparkierungsstationen eine vollautomatische Lösung zu realisiere, bei der Velofahrende ihr Velo oberirdisch an einem Terminal einchecken; mittels Luft wird es an einen leeren Platz befördert und kann nachher auf dem umgekehrten Weg wieder zurückgeholt werden. Solche Lösungen sind platzsparend und somit kostengünstiger. Zudem sind sie ökologisch sinnvoll, zeitsparend und einfach.