Ausblick ins Politjahr 2017

Luzern braucht dringend einen Entwicklungsschub

Seit dem Beginn der neuen Legislatur im Herbst hat sich gezeigt, dass sich die neuen Mehrheitsverhältnisse ungünstig auf die Stadtentwicklung auswirken. Links-Grün hat bereits zwei zukunftsweisende Projekte verunmöglicht: die Salle Modulable und das Parkhaus Musegg. Alternative Lösungen haben wir leider keine gesehen.

Luzern braucht dringend einen Entwicklungsschub. Bereits für die Wahlen 2016 haben uns thematisch auf Finanzen, Verkehr, Stadtentwicklung konzentriert. Diese Themen werden uns auch 2017 beschäftigen. Wir wollen dazu beitragen, dass die städtischen Finanzen auf einer gesunden Basis stehen.

Besonders nach dem von Links-Grün erzwungenen vorläufigen Planungsstopp für das Parkhaus Musegg braucht es Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Das Carproblem am Schwanenplatz muss gelöst und die Erreichbarkeit der Stadt – gerade auch für das Gewerbe und die Wirtschaft - verbessert werden. Beim flüssigen – oder leider oft stockenden – Verkehr sind weitsichtige, gesamtheitliche Ansätze, die nicht an der Stadtgrenze Halt machen, dringend notwendig. Diesen wollen wir zum Durchbruch verhelfen. Konkret sind das Bypass, die Spangen Nord und Süd sowie der Durchgangsbahnhof.

Staus gehören indes nicht nur im Verkehr zum Alltag. Auch in der Stadtentwicklung sind sie allgegenwärtig. An Schlüsselarealen wie dem Pilatusplatz, der Industriestrasse, dem Gebiet Steghof etc. nutzt die Stadt ihre Chancen nicht. Es braucht nicht laufend neue Konzepte, Machbarkeitsstudien und partizipative Prozesse. Es braucht zählbare Resultate und eine entschlossene Vorwärtsstrategie. Nur so lassen sich neue Unternehmen ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen.

Erschienen in der Luzerner Zeitung vom 31.12.2017