Fussgänger sollen gefahrlos am Quai flanieren können

Mit ihrem Postulat „Quai: Velos gestattet“ haben Christian Hochstrasser von den Grünen und Nico van der Heiden von der SP kontroverse Diskussionen ausgelöst. Unbestritten ist: gegenüber dem motorisierten Verkehr sind die Velofahrerinnen und Velofahrer die „Schwächeren“ im Strassenverkehr. Schwächere bedürfen besonderen Schutz. So sind in Luzern Massnahmen getroffen worden und es sind weitere Massnahmen nötig, dass Velofahren weniger gefährlich wird.

Die Postulanten schreiben, dass auf dem Nationalquai und dem Car-Spitteler-Quai ein zweiter Weg vorhanden ist und auf dem Abschnitt zwischen Tivoli und Verkehrshaus weniger Fussgängerverkehr besteht. Wer an einem schönen Tag am Quai spaziert, sieht den Beweis, dass der zweite Weg keine taugliche Lösung ist und letztere Behauptung wohl ebenfalls nicht als Begründung für die Aufhebung des Verbots taugt. Denn gerade an solchen Tagen sind ja sowohl Fussgänger wie Velofahrende besonders gern unterwegs. Konflikte sind also vorprogrammiert.

Inzwischen ist der „Fussverkehr Schweiz“ aktiv geworden und hat eine Petition lanciert. Damit wollen die Petionäre bewirken, dass der Quai jenen vorbehalten bleibt, die zu Fuss unterwegs sind. Gerade auch Kinder, ältere Menschen und solche mit einer Behinderung sollen ungestört dort spazieren können. Der Quai ist eine sehr wertvolle, beliebte Flanierzone für Einheimische und Touristen. Mit zusätzlichem Veloverkehr ginge diese Attraktivität im Nu verloren. Fussgänger und Velofahrer würden unnötigen Unfallrisiken ausgesetzt.

Die unbestrittenermassen notwendigen Verbesserungen der Verkehrssicherheit für Velofahrer dürfen auf keinen Fall auf Kosten der „Noch-Schwächeren“ (Kinder, Betagte, Menschen mit Behinderung) geschehen. Wehren wir uns gegen solche rücksichtslosen Forderung der links-grünen Velolobby und sorgen dafür, dass auch die Fussgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer geschützt sind.