Das Sparpaket nicht aufschnüren

Haushalt im Gleichgewicht

Die Stadt Luzern muss sparen. Mit dem Projekt „Haushalt im Gleichgewicht“ hat der Stadtrat ein Sparpaket ausgearbeitet. Das Sparpaket ist nötig, weil die Stadt Luzern auf Dauer nicht über ihren Verhältnissen leben kann. Wer mehr ausgibt, als zur Verfügung steht, gerät in eine böse Schieflage. Dies darf nicht geschehen. Darum hat der Stadtrat das Sparpaket mit 83 Massnahmen geschnürt. Die davon Betroffenen freut dies kaum; denn: wer lässt sich gerne einschränken?

Doch ohne Einschränkungen wird der Haushalt der Stadt nicht im Gleichgewicht sein. Mit „Haushalt im Gleichgewicht“ legt der Stadtrat ein ausgewogenes Paket vor. Es ist kein Sparprogramm nach der Rasenmähermethode. Es geht vielmehr um die Überprüfung der Aufgaben. Leistungen sollen effizienter erbracht werden. Die vorgeschlagenen Einschränkungen sind sozialverträglich. Sie bringen die Qualität unserer Stadt nicht in eine Schieflage. Sie sollen vielmehr sicherstellen, dass Luzern auch in Zukunft die Mittel haben wird, sich den Herausforderungen zu stellen.

Wie zu erwarten war, wehren sich einzelne Interessenvertreter gegen einzelne Massnahmen aus dem Gesamtpaket, die sie betreffen. Sie fordern, dass ihr Bereich aus dem Sparpaket genommen werden soll. Doch wenn man das Paket nun aufschnürt, hat das kein Ende. Es ist nur fair, dass alle ihren Sparbeitrag leisten. Und die Stadtverwaltung ist da besonders gefragt. Ihre Effizienz zu steigern, darf nicht ein einmaligen Projektes sein; es ist eine Daueraufgabe. Wir wissen es ja eigentlich alle: Sparen kann auch gesundes Abspecken sein.

Quartierbüro Bild: Gespart werden soll unter anderem bei den Quartierbüros